2019 04 26 Besuch bei Bcker Baier
Jochen Baier (rechts) erklärt Sabine Kurtz und Rainer Stefanek die Abläufe in seiner modernen Backstube.

Pressemitteilung vom 26. April 2019. Wie lassen sich Bäckerhandwerk und Digitalisierung sinnvoll verknüpfen? Um dieser Frage nachzugehen, besuchte die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz gemeinsam mit Rainer Stefanek, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Herrenberg, das neue Backhaus von Bäcker Baier in Herrenberg-Gültstein.

Der vielfach ausgezeichnete Bäcker und Konditor Jochen Baier verwirklichte hier vor zweieinhalb Jahren seinen Lebenstraum und erweiterte seinen Betrieb um ein neues Hauptgeschäft mit großer Backstube. Bis dahin war das Familienunternehmen in sechster Generation auf sechs verschiedene Gebäude in der Herrenberger Innenstadt verteilt. Am neuen Standort können die digitale Transformation sowie mitarbeiterfreundliche und betriebswirtschaftlich sinnvolle Abläufe verwirklicht werden. Der Einsatz von Computern und vernetzten Maschinen greift hier Hand in Hand mit der traditionellen Handwerksarbeit der über 100 Angestellten.

„Es freut mich zu sehen, wie Jochen Baier die Chancen der Digitalisierung aufnimmt und das alte Handwerk des Bäckers so auf eine ganz neue Stufe hebt,“ betont Sabine Kurtz. Zwar werden die Brezeln nach wie vor einzeln mit der Hand geschlungen, doch der Müller kann über das Internet einsehen, wie viel Getreide noch im Lager vorrätig ist und wann er neu liefern muss.

Die Kunden freuen sich über die Qualität der Demeter- und Bioprodukte und möchten diese am liebsten täglich frisch kaufen können. Die Regelungen zur Sonntagsarbeit stoßen da auf Unverständnis, erklärt Jochen Baier. Denn: Während das Café auch sonntags den ganzen Tag über geöffnet sein darf, so ist der Straßenverkauf nur drei Stunden lang gestattet.“ Sabine Kurtz sagte zu, sich dieser Thematik anzunehmen: „Dass die sitzende Kundschaft im Café Brezeln verzehren kann, die Verkäuferin die gleiche Brezel aber nicht an die Laufkundschaft verkaufen darf, ist in Zeiten einer immer individuelleren Gesellschaft schwer vermittelbar.“