2020 05 18 Besuch 300 auf dem Falkenhof

Ihr Interesse an landwirtschaftlichen Themen führte die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz auf den Falkenhof nach Gebersheim. Gemeinsam mit Klaus Burger, dem agrarpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion besuchte sie den landwirtschaftlichen Betrieb von Hans-Georg Schwarz, der auch stellvertretender Kreisvorsitzenden des Bauernverbands Böblingen ist.

 

450 Milchkühe liefern täglich rund 12.000 Liter Milch. Das Melken erledigen 15 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb.

Landtag debattiert demnächst über Volksantrag des Bauernverbandes
„Im Landtag haben wir gerade den vom Bauernverband initiierten Volksantrag -Gemeinsam unsere Umwelt schützen in Baden-Württemberg- für zulässig erklärt. Wir nehmen ihn demnächst auf unsere Tagesordnung und rücken Ihre Anliegen damit besonders in den Blick“, berichtet die Vizepräsidentin des Landtags.

Landwirte für Tier- und Umweltschutz
Für Hans-Georg Schwarz macht der Volksantrag deutlich: „Landwirte sind Experten für den Umgang des Menschen mit der Natur. Sie setzten sich für einen hohen Tier- und Umweltschutz ein und benötigen dafür keine Flut von Regulierungen.“ So ist auf dem Falkenhof jeder Tag ein „Tag der offenen Tür“ und Besucher können sich ständig von der artgerechten Haltung der Milchkühe überzeugen.

Verfall des Milchpreises wegen Corona-Pandemie
Beim Rundgang durch die Ställe des Falkenhofs stand neben der EU-Agrarpolitik und der neuen Düngeverordnung des Bundes die Problematik der Corona-Pandemie im Mittelpunkt. „Der Export von Molkereiprodukten ins Ausland und der Absatz an Hotels und an die Gastronomie ist fast vollständig weggebrochen. Dies führt zu einem Überangebot an Rohmilch und einem empfindlichen Preisverfall. „Die Europäische Union reagiert auf die aktuelle Situation mit Stützkäufen“, so der Sigmaringer Landtagsabgeordnete. Doch ob Stütz-käufe und private Lagerhaltung Wirkung zeigen, ist noch nicht absehbar.

Direktzahlungen der EU weiterhin wichtig
In engem Zusammenhang mit den Milchpreisen und der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft steht die EU-Landwirtschaftspolitik. Die Novellierung der EU-Agrarstruktur wird aufgrund des Brexits und der Corona-bedingten Rezession schwierig. Wichtig ist, dass die flächenbezogenen Direktzahlungen aus der sogenannten ersten Säule erhalten bleiben.