Frank Gemlde 300 und Steffen Bilger im BMVI

Günther Frank aus Ludwigsburg war einer der bekanntesten Maler von Zügen in Deutschland. Nach seinem Tod wurde ein Teil seiner Bilder durch seine Witwe Irmgard Frank dem Bundesverkehrsministerium vermacht.

Der Großteil des Nachlasses von Günther Frank besteht aus Ölgemälden und Aquarellen von Lokomotiven. Wie viele andere Künstler auch, verstand er den Umgang mit dem Pinsel bestens, machte sich aber keine Gedanken um seinen Nachlass. Steffen Bilger: „Umso mehr freue ich mich, dass ich vermitteln durfte, dass die Werke des Künstlers aus meinem Heimatwahlkreis künftig an bahnpolitisch bedeutsamen Orten hängen. Dies ist der Beharrlichkeit der Witwe des verstorbenen Künstlers, Irmgard Frank, zu verdanken, die das persönliche Gespräch mit mir suchte und so der direkte Kontakt zu meinem Ministerium hergestellt werden konnte; passen doch die Werke des vor 30 Jahren bundesweit bekannten Bahnmalers Günther Frank thematisch wunderbar ins Verkehrsministerium.“

Mit dieser Lösung bleibt das Andenken an Günther Frank erhalten, der über ein paar Umwege letztlich die Leidenschaft zur Kunst fand. Im Jahre 1937 in Bietigheim-Bissingen geboren, zeigte er schon als Kind seine künstlerische Begabung, da er schon damals gerne in der Natur zeichnete. Seinem Berufswunsch Kunsterzieher zu werden konnte er trotz eines zugesagten Studienplatzes an der Stuttgarter Akademie nicht nachgehen, da seiner Mutter als Kriegswitwe die finanziellen Möglichkeiten dafür nicht zur Verfügung standen, stattdessen machte er eine Ausbildung zum Malergesellen. Im Alter von 45 Jahren entdeckte er sein Talent erneut und er gestaltete großformatige Eisenbahnporträts. Als im Jahre 1985 die Deutsche Bahn ihren 150. Geburtstag feierte waren Günther Franks Bilder bundesweit gefragt, deutschlandweite Reisen des Künstlers gingen damit einher. Ein Eisenbahnmagazin veröffentlichte sogar ein Jahr lang doppelseitige Poster seiner Zeichnungen.