Whr Tours GmbH 400
Die Verkehrsbetriebe und Busunternehmen in der Region Stuttgart wurden in der Corona-Pandemie schwer gebeutelt.
Um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen, besuchten die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz und der CDU-Bundestagsabgeordnete Steffen Bilger zusammen mit Bürgermeister Daniel Töpfer das örtliche Familienunternehmen Wöhr Tours GmbH.


Geschäftsführerin Monika Wöhr-Kühnemann gab bei einem Firmenrundgang Einblicke in die Arbeit der Linienbusfahrten, den Werksverkehr und die Fernbusreisen. „Die Corona-Pandemie hat innerhalb weniger Tage unseren gesamten Betrieb stillgelegt. Zwar sind seit Ende April unsere Linienbusse wieder im Einsatz, doch rund ein Drittel der Fahrzeugflotte steht noch immer still“, hebt Monika Wöhr-Kühnemann hervor, „auch der gesamte Werksverkehr fiel lange aus, die Reisebusse konnten in diesem Jahr noch kein einziges Mal bewegt werden.“

Landesregierung stellt 40 Millionen Euro für Reisebusunternehmen bereit
Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz weiß von den Sorgen der Tourismusbranche. Gerade der Reisebusverkehr stellt die Unternehmen vor nie da gewesene Herausforderungen. Das Landeskabinett beschloss deshalb einen Rettungsschirm für die Reisebusunternehmen in Höhe von 40 Millionen Euro zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen in Folge weggebrochener Umsätze. In die Linienbusse werden Trennscheiben zwischen Fahrerkabine und Fahrgastraum eingebaut, damit der Ticketverkauf im Bus wieder stattfinden kann. Auch hier übernimmt das Land einen Großteil der Kosten.

Dauerhafter Rückgang der Fahrgastzahlen wird erwartet – Bund wird ÖPNV unterstützen
Mario Graunke, GF der Graunke Beratung, berichtet von einem überaus starken Fahrgastrückgang in den letzten Monaten. Wegen geänderten Lebensgewohnheiten sei darüber hinaus davon auszugehen, dass auch in den nächsten Jahren rund 20 Prozent weniger Fahrgäste den ÖPNV nutzen werden. Staatssekretär Steffen Bilger stellt dar, mit welchen Instrumenten der Bund den Öffentlichen Personennahverkehr unterstützen möchte.

Wichtig ist den Abgeordneten, dass durch die unterschiedlichen Programme von Bund und Land eine Zukunftsperspektive aufgezeigt wird.
„Ziel muss es sein, die vielen Busverbindungen – gerade auch in den kleinen Ortschaften – in einem hohen Takt beizubehalten und weiter auszubauen. Das schafft Mobilität und ist ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz. Dafür braucht es die vielen Verkehrsbetriebe als verlässliche Partner“, betonen Sabine Kurtz und Steffen Bilger zum Abschluss des Gesprächs.